Abgeleitete 2D- und 3D-Formate in 3DEXPERIENCE: Benennung definieren & in Masse generieren
In vielen Unternehmen spielt die effiziente Verwaltung von 2D- und 3D-Formaten eine zentrale Rolle im digitalen Produktentwicklungsprozess. Wer mit der 3DEXPERIENCE Plattform arbeitet, kennt die Herausforderung: Konstruktionen und Bauteile werden laufend überarbeitet, und damit wächst auch die Anzahl von Ableitungen wie Zeichnungen, Neutralformaten oder Visualisierungsdateien. Ohne ein klares Benennungssystem und eine automatisierte Massengenerierung der abgeleiteten Formate entsteht schnell Chaos – und wertvolle Zeit geht verloren.
Eine sauber definierte Struktur für abgeleitete Formate (Derived Formats) stellt sicher, dass jedes Teammitglied jederzeit die richtigen Dateien findet, unabhängig davon, ob es sich um 2D- oder 3D-Formate handelt. Ausserdem schafft ein automatisierter Prozess zur Massengenerierung von Derived Formats im Product Structure Editor deutlich mehr Effizienz und reduziert manuelle Arbeitsschritte.
In diesem Technical Tip zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie in der 3DEXPERIENCE Plattform ein konsistentes Benennungskonzept für Derived Formats festlegen und anschliessend eine Massengenerierung für Elemente ohne abgeleitete Formate ausführen. Damit erhöhen Sie die Datenqualität im gesamten Produktentstehungsprozess und erleichtern den täglichen Umgang mit CAD-Daten und Produktstrukturen.
Schritt 1: Benennung der abgeleiteten Formate festlegen
- Öffnen Sie die Anwendung zur Verwaltung der Derived Formats.
- Öffnen Sie das Administrations-Dashboard der Plattform.
- Klicken Sie auf Content.
- Öffnen Sie die Anwendung zur Verwaltung der abgeleiteten Formate.
- Wählen Sie die Option zur Festlegung der Benennung der Derived Formats.
Abbildung 1: Derived format management
- Klicken Sie auf +, um eine neue Benennungsregel hinzuzufügen.
Abbildung 2: Hinzufügen einer Regel
- Definition der Benennungslogik
- Wählen Sie den Datentyp, für den Sie eine Benennungsregel für abgeleitete Formate anlegen möchten. Konfigurieren Sie die gewünschte Verkettung aus drei (von insgesamt sechs verfügbaren) Attributen, die später den
- Namen des Derived Formats bilden sollen. Wählen Sie ausserdem den gewünschten Separator und bestätigen Sie mit OK.
Abbildung 3: Content-Typ
Abbildung 4: Attribute und Separator
Schritt 2: Massengenerierung der abgeleiteten Formate
- Öffnen Sie die Anwendung Product Structure Editor.
- Wählen Sie die Elemente aus, für die Sie die Generierung abgeleiteter Formate starten möchten.
- Öffnen Sie den Bereich Tools und klicken Sie auf Derived Formats.
Abbildung 5: Generierung abgeleiteter Formate
- Wählen Sie die Formate aus, die generiert werden sollen, und klicken Sie auf Generate.
Abbildung 6: Auswahl des Format-Typs
- Ein Hinweisfenster informiert Sie darüber, dass die Erstellung der Derived Formats gestartet wurde.
Abbildung 7: Bestätigungsmeldung zur gestarteten Generierung
- Die abgeleiteten Formate stehen anschliessend in den Detailinformationen der entsprechenden Elemente zur Verfügung.
Fazit
Die konsequente Nutzung von abgeleiteten Formaten und einer klaren Benennungslogik auf der 3DEXPERIENCE Plattform bietet einen entscheidenden Vorteil im Arbeitsalltag: weniger Suchaufwand, weniger Fehlerquellen und eine deutlich schnellere Bereitstellung relevanter Fertigungs- oder Visualisierungsdaten. Durch die Möglichkeit zur Massengenerierung im Product Structure Editor lassen sich bestehende Datenbestände effizient bereinigen und vereinheitlichen – ein wichtiger Schritt hin zu einer strukturierten und zukunftssicheren PLM-Umgebung.
Wenn Ihre Teams täglich mit CAD- und PDM-/PLM-Daten arbeiten, lohnt es sich, die Einführung eines standardisierten Vorgehens für Derived Formats fest zu etablieren. Es schafft Transparenz, reduziert Wartezeiten und unterstützt eine reibungslose Zusammenarbeit über alle Abteilungen hinweg.






