Simulation für Konstrukteure: Was Sie jetzt wissen sollten
Virtuelle Simulation verkürzt Entwicklungszeiten um bis zu 50 %, senkt Änderungskosten in späten Phasen um 70 % und halbiert häufig die Prototypkosten. Laut Aberdeen-Studie profitieren besonders Unternehmen, die Simulation früh in der Konstruktion einsetzen, skalierbare Tools wählen und ihre Einführung strukturiert planen. Erfolgsfaktoren: Pilotprojekte, gezielte Schulungen und klare Optimierungsziele.
1. Warum Simulation jetzt unverzichtbar ist
Die Produktentwicklung steht unter massivem Druck:
- Kunden erwarten mehr Varianten in kürzerer Zeit.
- Gesetze und Märkte fordern Nachhaltigkeit und höhere Qualität.
- Technologien wie KI, Robotik und digitale Zwillinge steigern die Komplexität der Produkte.
- Fachkräfte fehlen, Konstrukteure sind überlastet.
Die Aberdeen-Studie zeigt:
- Unternehmen ohne frühe Simulation brauchen 36 % länger bis zur Marktreife.
- Ihre Stückkosten sind bis zu 30 % höher.
- Nur 17 % erreichen ihre Projektziele – bei den Best-in-Class-Unternehmen sind es 58 %.
Simulation ist dabei nicht nur schnell, sondern auch präzise:
„Wir haben die Simulationsergebnisse nach dem physikalischen Bau mit den Aufnahmen einer Wärmebildkamera verglichen. Wir sehen jedes Mal eine punktgenaue Übereinstimmung.“
– Christoph Mayrhofer, FRIMO Group GmbH, Kunde der Visiativ Germany GmbH
Fazit: Wer weiterhin auf späte Tests und manuelle Berechnungen setzt, verliert Zeit, Geld und Wettbewerbsfähigkeit. Moderne Simulation dagegen liefert präzise, belastbare Ergebnisse – oft schon in der Konstruktionsphase. Das spart nicht nur Kosten, sondern gibt Teams die Sicherheit, schneller zu entscheiden und Innovationen mutig umzusetzen.
2. Warum auch kleine Unternehmen Simulation brauchen
Ein häufiger Einwand: „Simulation ist nur was für Konzerne.“ Doch gerade KMU profitieren besonders:
- Späte Fehler treffen sie härter – Simulation reduziert diese Kosten um 70 %.
- Frühzeitige virtuelle Tests beschleunigen den Markteintritt um 36 %.
- Projektlizenzen und CAD-integrierte Tools ermöglichen einen flexiblen und bezahlbaren Einstieg.
Bedenken entkräftet:
- „Zu teuer?“ → Ein einziger vermiedener Prototyp deckt oft die Kosten.
- „Zu kompliziert?“ → Konstrukteure können Standardanalysen selbst durchführen.
- „Zu wenig Bedarf?“ → Selbst gelegentliche Simulation spart signifikant Zeit und Geld.
3. Welches Simulationstool passt zu mir?
Die Aberdeen-Studie zeigt: Top-Unternehmen setzen auf skalierbare Lösungen, die sich anpassen – nicht nur an die Grösse des Unternehmens, sondern an Komplexität und Geschwindigkeit der Produktentwicklung.
Die drei Fragen zur Auswahl:
1. Wie komplex sind meine Produkte?
- Einfache Bauteile → CAD-nahe Simulation
- Mehrkomponenten-Systeme → erweiterte Module
- Multiphysikalische Analysen → Plattformlösungen
2. Wie häufig simuliere ich?
- Gelegentlich → projektbasierte Nutzung
- Regelmässig → Teamlizenzen
- Permanent → Cloud- und Plattformlösungen
3. Wer arbeitet damit?
- Konstrukteure → intuitive Tools
- CAE-Spezialisten → tiefgehende Analyse
- Projektteams → kollaborative Plattformen
4. Wie gelingt die Umsetzung?
Simulation ist nicht nur ein Softwarekauf – sie ist ein strategisch wichtiger Prozess der Produktentwicklung. Die Aberdeen-Studie identifiziert drei Erfolgsfaktoren:
1. Setzen Sie auf gezielte Schulungen
Gezielte Trainings erhöhen die regelmässige Nutzung von Simulation um das 2,3-fache.
- Konstrukteure → einfache Analysen
- Spezialisten → komplexe Szenarien
- Projektleiter → Entscheidungsgrundlagen
2. Integrieren Simulationsprozesse in Ihre Konstruktion
Simulation entfaltet den grössten Nutzen, wenn sie früh eingebunden wird.
- CAD-integrierte Workflows
- Zentrale Datenhaltung
- Rollen und Freigaben definieren
Unternehmen, die Simulation nur „nebenbei“ nutzen, verlieren laut Studie 40 % Effizienzpotenzial.
3. Messen Sie Ihre Erfolge, indem Sie sich klare Ziele setzen
Messbare Kennzahlen machen den Fortschritt sichtbar.
- Anzahl physischer Prototypen
- Änderungskosten in Spätphasen
- Time-to-Market
- Quote termingerechter Projekte
Unternehmen mit klaren Zielen steigern ihre Effizienz um 28 % im ersten Jahr.

5. Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
| Kennzahl | Aussage |
|---|---|
| 50 % | kürzere Entwicklungszeit |
| 70 % | geringere Änderungskosten |
| 3,7-mal | höhere Chance, Zeit- und Budgetziele einzuhalten |
| 36 % | schnellere Markteinführung für KMU |
| 28 % | Effizienzsteigerung bei klar definierten Zielen |
Fazit: Simulation ist kein Nice-to-have – sie ist der Hebel für eine zukunftsfähige Produktentwicklung
Virtuelle Simulation macht Produkte besser, Entscheidungen fundierter und Unternehmen resilienter. Wer früh startet, die richtige Lösung wählt und die Einführung strukturiert, profitiert sofort.
Sie wollen mehr erfahren? Kontaktieren Sie uns hier.
Quelle & Lesetipp: Aberdeen Group (2024): Virtual Simulation Software – Benchmark-Studie zur Simulation in der Produktentwicklung



