SWOOD Neuerungen 2026
Was sind die wichtigsten neuen Funktionen in SWOOD 2026?
Mit SWOOD 2026 entwickelt EFICAD seine vollständig in SOLIDWORKS integrierte CAD/CAM-Lösung für die Holzbranche konsequent weiter. Die SWOOD Neuerungen 2026 konzentrieren sich besonders auf mehr Automatisierung, flexiblere Konstruktionsmöglichkeiten und effizientere Fertigungsprozesse – von der parametrischen Konstruktion über CAM und CNC bis hin zu Nesting und Produktionsdaten.
Für Schreinereien, Innenausbauer, Möbelhersteller und andere holzverarbeitende Unternehmen bedeutet das: weniger manuelle Arbeitsschritte, mehr Prozesssicherheit und ein noch durchgängigerer digitaler Workflow.
Grund genug, einen genaueren Blick auf die wichtigsten SWOOD Neuerungen 2026 zu werfen.
Inhaltsverzeichnis
- Automatisierung im Mittelpunkt
- SWOODBox wird flexibler
- Mehrsprachige SWOODBox
- Neue CAM-Filter
- Beziehungen zwischen CAM-Operationen
- Machine Contour
- Lamello Clamex P16
- 3D-Finishing & 3D-Roughing
- SWOOD Nesting 2026
- Produktionsdaten exportieren
- Direkter PTX-Export
- ERP-Kopplung
- Was bedeutet SWOOD für Ihr Unternehmen?
SWOOD 2026: Automatisierung steht im Mittelpunkt
Der Schwerpunkt der neuen Version liegt klar auf der weiteren Automatisierung des gesamten Workflows.
SWOOD verbindet Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung direkt innerhalb der SOLIDWORKS Umgebung. Mit Version 2026 werden genau diese Verbindungen weiter ausgebaut: Konstruktionsprozesse werden flexibler, Bearbeitungsstrategien intelligenter und Produktionsdaten lassen sich einfacher automatisieren und an nachgelagerte Systeme übergeben.
Die Neuerungen betreffen dabei mehrere zentrale Bereiche:
- SWOOD Design und SWOODBox
- SWOOD CAM und Bearbeitungsautomatisierung
- 3D-Bearbeitung
- SWOOD Nesting
- Reporting und Produktionsdaten
- Automatisierung und Anbindung externer Systeme
1. SWOODBox wird flexibler: Nicht-rechtwinklige Konstruktionen einfacher umsetzen
Eine der interessantesten SWOOD Neuerungen 2026 betrifft die SWOODBox. Bisher spielte die klassische kubische beziehungsweise rechtwinklige Konstruktion eine zentrale Rolle. Mit SWOOD 2026 lassen sich SWOODBox-Komponenten nun deutlich flexibler auch in nicht-rechtwinkligen und schrägen Konstruktionen einsetzen.
Neu hinzugekommene Punkte können als parametrische Referenzen verwendet werden. Komponenten lassen sich dadurch präzise an unterschiedlichen Winkeln positionieren und ausrichten.
Das eröffnet neue Möglichkeiten beispielsweise bei:
- Möbeln unter Dachschrägen
- Treppenunterbauten
- individuellen Innenausbauten
- Fahrzeugeinrichtungen und Van-Ausbau
- komplexen Sondermöbeln
Besonders wichtig: Die Komponenten bleiben parametrisch. Werden Abmessungen oder Geometrien verändert, können sich die davon abhängigen Elemente entsprechend mit anpassen.
Free Machining für komplexe Geometrien
Passend dazu führt SWOOD Design 2026 Free Machining ein. Bearbeitungen müssen damit nicht mehr ausschliesslich auf die Standardflächen einer SWOODBox projiziert werden. Stattdessen können sie sich an der Orientierung einer Skizzierebene ausrichten. Gerade bei schrägen oder komplex geformten Bauteilen ermöglicht das eine deutlich flexiblere Definition von Bearbeitungen und Bearbeitungsrichtungen.
2. Mehrsprachige SWOODBoxen erleichtern die Zusammenarbeit
Auch die Zusammenarbeit über verschiedene Standorte oder Länder hinweg wird mit SWOOD 2026 einfacher. Mit der neuen SWOODBox Translation können Parameter einer SWOODBox in unterschiedlichen Sprachen angezeigt werden. Bibliotheken lassen sich damit besser für internationale Teams, verschiedene Standorte oder externe Partner standardisieren. Das erleichtert insbesondere Unternehmen mit standortübergreifenden Prozessen die Arbeit mit gemeinsamen Bibliotheken und Standards.
Das Ergebnis: Eine zentrale Bibliothekslogik – angepasst an die Sprache des jeweiligen Anwenders.
3. Neue CAM-Filter automatisieren Bearbeitungsstrategien gezielter
Ein besonders wichtiger Bereich der SWOOD Neuerungen 2026 ist die Automatisierung innerhalb von SWOOD CAM. Mit den neuen CAM Filters können Regeln für Bearbeitungsstrategien noch differenzierter definiert werden.
Geometrien lassen sich beispielsweise anhand unterschiedlicher Kriterien erkennen und gruppieren, darunter:
- Geometrie
- Material
- verwendete Maschine beziehungsweise Postprozessor
- SOLIDWORKS Eigenschaften
- Bearbeitungsattribute
- Kontext innerhalb des Projekts
Auf Basis dieser Kriterien können anschliessend automatisch passende Bearbeitungsoperationen zugewiesen werden. Der grosse Vorteil liegt in der Skalierbarkeit: Statt jede Bearbeitung für jedes Bauteil manuell zu definieren, können Unternehmen standardisierte Regeln aufbauen, die automatisch auf unterschiedliche Projekte und Fertigungssituationen reagieren.
4. Beziehungen zwischen CAM-Operationen schaffen intelligentere Abläufe
SWOOD CAM 2026 geht bei der Automatisierung noch einen Schritt weiter. Mit sogenannten Relations können Bearbeitungsoperationen logisch miteinander verknüpft werden. Nachfolgende Operationen können dabei auf Ergebnisse vorheriger Bearbeitungen reagieren. Bereits bearbeitete oder bewusst ausgeschlossene Geometrien können direkt als Grundlage für weitere Bearbeitungsschritte verwendet werden. Dadurch müssen komplexe Filterregeln nicht für jede einzelne Operation erneut aufgebaut werden.
Das bietet mehrere Vorteile:
- weniger Konfigurationsaufwand
- geringeres Fehlerrisiko
- nachvollziehbarere Bearbeitungsabläufe
- konsistentere CNC-Programme
- mehr Automatisierung bei komplexen Fertigungsstrategien
Unterstützt werden in SWOOD 2026 unter anderem Bohrungen, Nuten und Clamex-Verbindungen.
5. Machine Contour: Mehr Flexibilität direkt an der CNC-Maschine
Mit Machine Contour führt SWOOD 2026 eine neue Art der Übergabe von Bearbeitungsinformationen ein. Statt immer einen vollständig berechneten Werkzeugweg auszugeben, können Bearbeitungsinformationen an die Maschine übergeben werden, die dort interpretiert und optimiert werden.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Anfahrinformationen
- Bearbeitungsprofile
- zusätzliche maschinenspezifische Parameter
Damit erhält der Maschinenbediener mehr Flexibilität, bestimmte Einstellungen direkt vor Produktionsbeginn an der Maschine anzupassen – etwa Werkzeuge, Bearbeitungsparameter oder die Reihenfolge bestimmter Arbeitsschritte.
Wichtig für bestehende SWOOD-Installationen: Da es sich um eine neue Operation handelt, kann für die Nutzung eine Anpassung des jeweiligen Postprozessors erforderlich sein.
6. Lamello Clamex P16 direkt in den SWOOD Workflow integriert
Auch bei Verbindungssystemen gibt es eine interessante Neuerung. Der Lamello Clamex P16 ist in SWOOD 2026 in den Workflow von Konstruktion und Fertigung integriert. Die entsprechenden Komponenten stehen in den SWOOD-Bibliotheken zur Verfügung. In SWOOD CAM kann die zugehörige Bearbeitungsgeometrie automatisch erkannt und mit den passenden Bearbeitungsoperationen verknüpft werden.
Damit entsteht ein durchgängiger Ablauf: Verbindung auswählen → Konstruktion erstellen → Bearbeitung automatisch erkennen → CNC-Programm erzeugen.
Gerade bei häufig eingesetzten Verbindungssystemen reduziert dies wiederkehrende manuelle Arbeitsschritte.
7. Neue Möglichkeiten für 3D-Finishing und 3D-Roughing
Auch bei komplexeren 3D-Bearbeitungen wurde SWOOD CAM erweitert.
Neue Strategien beim 3D-Finishing
SWOOD 2026 ergänzt die Möglichkeiten für das 3D-Finishing um zusätzliche projizierte Werkzeugwegmuster, darunter:
- Spiral
- Spiral Alternated
- Circular Zigzag

Die 3D-Finishing-Funktionen unterstützen Bearbeitungen von 3 bis 5 Achsen und bieten auch Strategien für Hinterschneidungen. Ziel ist eine bessere Kontrolle über komplexe 3D-Bearbeitungen und eine optimierte Oberflächenqualität.
Neues 3D-Roughing für effizienten Materialabtrag
Neu hinzu kommt ausserdem 3D Roughing. Dabei wird ein 3D-Volumen schichtweise in Z-Ebenen aufgeteilt und Material systematisch abgetragen, bevor die eigentliche Feinbearbeitung erfolgt. Funktionen wie Smart Slicing und optimierte Werkzeug-Eintauchstrategien helfen dabei, die Bearbeitung an die jeweilige Geometrie anzupassen. Besonders bei komplexen Freiformteilen kann dies den Übergang von der Rohteilbearbeitung zum Finishing effizienter gestalten.
8. SWOOD Nesting 2026 schützt bereits optimierte Platten
Auch beim Nesting bringt SWOOD 2026 praktische Verbesserungen für den Produktionsalltag. Bestehende Nesting-Baugruppen können erneut geöffnet und aktualisiert werden, ohne dass bereits vorgenommene manuelle Optimierungen zwangsläufig verloren gehen.
Dafür stehen zwei Schutzmechanismen zur Verfügung:
- Lock Nesting schützt die bestehende Nesting-Optimierung.
- Freeze Sheet schützt darüber hinaus auch bereits vorgenommene CAM-Anpassungen.
So lassen sich beispielsweise nachträglich neue Bauteile hinzufügen oder Projektänderungen übernehmen, während bereits geprüfte und freigegebene Platten erhalten bleiben. Das ist besonders bei iterativen Fertigungsprozessen und kurzfristigen Änderungen ein grosser Vorteil.
9. Produktionsdaten mit einem Klick exportieren
Ein weiterer Schwerpunkt der SWOOD Neuerungen 2026 liegt auf der Automatisierung von Produktionsdokumenten. Mit dem neuen Batch Export können Anwender vorab definieren, welche Tabellen und Ansichten aus einem System Report exportiert werden sollen.
Anschliessend lassen sich beispielsweise Plattenlisten, Beschlagübersichten, Zuschnittinformationen und weitere Produktionsdaten gebündelt mit einem einzigen Vorgang erzeugen. Das reduziert wiederkehrende manuelle Exportschritte und sorgt gleichzeitig dafür, dass Produktionsdokumente nach einem konsistenten Schema erstellt werden.
10. Direkter PTX-Export für Plattensägen
Aufbauend auf den bereits vorhandenen Funktionen für Schnittbilder unterstützt SWOOD Report 2026 den direkten Export in das PTX-Format. Damit können Daten für kompatible Plattensägen beziehungsweise Optimierungssysteme bereitgestellt werden, unter anderem in Fertigungsumgebungen mit Maschinen von Herstellern wie HOMAG oder SCM.
So lässt sich der digitale Informationsfluss vom Projekt über den Zuschnitt bis zur anschliessenden CNC-Bearbeitung weiter verbessern.
11. SWOOD Daten einfacher mit ERP und anderen Systemen verbinden
Eine strategisch besonders interessante Neuerung betrifft die Weiterverarbeitung von SWOOD-Daten. Mit SWOOD 2026 können Report-Daten automatisiert an externe Anwendungen übergeben und dort weiterverarbeitet werden.
Ein möglicher Workflow sieht beispielsweise so aus: SWOOD Projekt → Report generieren → Daten automatisch weitergeben → externe Systeme oder Prozesse ansteuern
Damit lassen sich Informationen beispielsweise für ERP-Systeme, weitere Unternehmenssoftware, individuelle Datenprozesse und kundenspezifische Dateiformate weiterverwenden. SWOOD entwickelt sich damit zunehmend von einer reinen CAD/CAM-Anwendung zu einem wichtigen Bestandteil einer durchgängigen digitalen Prozesskette in der Holzverarbeitung.
Was bedeuten die SWOOD Neuerungen 2026 für Unternehmen?
Betrachtet man die Neuerungen im Gesamtbild, wird eine klare Richtung sichtbar: SWOOD 2026 möchte mehr Arbeitsschritte automatisieren, ohne Unternehmen bei ihren individuellen Prozessen einzuschränken.
Besonders interessant sind die Neuerungen deshalb für Betriebe, die:
- viele individuelle oder variantenreiche Projekte bearbeiten
- Konstruktion und CNC-Fertigung enger verbinden möchten
- wiederkehrende Arbeitsschritte standardisieren wollen
- verschiedene CNC-Maschinen und Fertigungstechnologien einsetzen
- Produktionsdaten automatisch weiterverarbeiten möchten
- Fehlerquellen zwischen Konstruktion, AVOR und Fertigung reduzieren möchten
Der grösste Nutzen entsteht dabei nicht durch ein einzelnes neues Feature, sondern durch das Zusammenspiel der Funktionen entlang des gesamten Prozesses.
Seit Kurzem bündeln Visiativ und AV-Line ihre Kompetenzen rund um SWOOD im deutschsprachigen DACH-Raum. Dabei trifft die langjährige SOLIDWORKS- und Digitalisierungskompetenz von Visiativ auf das praxisnahe Branchenwissen von AV-Line aus Schreinerei, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung.
Lesen Sie mehr in unserem Beitrag Visiativ und AV-Line bringen SWOOD in den DACH-Raum ➝



